Ich hatte es letztens schon im anderen Blog angedeutet – hier nun die chronologische EntWicklung.
Während meiner Schulzeit war ich immer nur die graue Maus, die von allen übersehen wurde – ich durfte auch nirgendswo mit hin gehen oder mitfahren – grad mal in der Hauptschule dann ab und zu mit einer Freundin im benachbarten Ort eine Runde mit dem Rad drehen – und auch da kam mein Vater nachschauen, ob ja nix passiert.
In der berufsbildenden höheren Schule kam dann das ReferatsTrauma – jedes Mal, wenn das Wort Referat fiel, starb ich tausend Tode. Ich war immer in der letzten Gruppe – und bis dahin hatte ich alle Krankheiten, die frau sich nur einfangen kann.
Oder – wie es mein DeutschProfessor mal sagte – „Du warst immer verschwunden, wenn ich Referat aussprach – obwohl du in der ersten Reihe gesessen bist – und jetzt auch nicht die kleinste warst ;-)“
Diese Feststellung traf er, als ich ihm erzählte, dass ich Trainerin sei – wobei – eigentlich meinte er vorher noch – „Nein - du nicht – jede und jeder Andere in deiner Klasse – jede und jeder Andere des Jahrgangs – aber nicht du …“
Und das stimmte auch – bis Anfang der 90er des vorigen Jahrtausends. Da fragte mich mal ein Bekannter, ob ich schon mal überlegt hätte, Trainerin zu werden – das war für ich sowas von Unvorstellbar 😉
Zu dieser Zeit nahm ich auch an einigen Seminaren teil – sowohl damals zu Word 2.0 und dann Word 6.0 – und auch Excel – und Corel – und Adobe PageMaker. Im Sommer 1993 rief mich eine der Trainerinnen an, der ich aufgefallen war, weil ich anderen TeilnehmerInnen weiter half, wenn ichs schon konnte – und sie sich noch schwer taten.
Als „besorgte“ sie sich meine Telefonnummer und rief mich an, ob ich Lust hätte, an einer TrainerInnenSchulung teil zu nehmen. Meine erste ReAktion war – wie schon vorher bei meinem Bekannten – „NEIN“ – „ganz sicher nicht“.
Letztendlich bot sie mir an, dass, wenn ich teilnehme – und nicht als Trainerin betätigen möchte, dann bräuchte ich auch nichts bezahlen – und wenn es mir gefällt, dann könnte ichs bei ihr abarbeiten – was ich dann auch tat.
Diese Woche ver.änderte mein ganzes Leben – und ich ging am letzten Tag raus – und wollte nichts lieber, als mich als Trainerin betätigen. Der Trainer war mir sehr ähnlich – und er wusste genau, welche Knopfe er drücken musste, um mich aus der Reserve zu locken.
Ich arbeitete zu Beginn für die Organisatorin dieser TrainerInnenSchulung - dann für den HardwareHändler in meinem damaligen Heimatort. 1995 organisierten wir eigene Schulungen in einem Lokal in der Nähe – als der Händler meinte, er könne sich mich nicht mehr leisten, beschloss ich, einen eigenen Seminarraum auf zu machen.
Die nächste Herausforderung war dann meine NLP Ausbildung – wo ich auch immer wieder gefordert wurde – damals ging es um meine Schlagfertigkeit – und warum ich die nie ausleben konnte.
Und dann kam Human Design in mein Leben – und da auf einmal wars glasklar – wobei – nicht gleich – aber im Laufe der Zeit – je länger ich mich mit meiner Veranlagung – und mir – beschäftigte, desto klarer wurde auch, warum ich keine Referate halten konnte - und wollte.
Meine einzige bewusste Definition ist der Kanal 7-31 – die Verbindung zwischen G-Zentrum = Selbst – und Kehle – ich mag einfach keine auswendig gelernten Inhalte irgendwie wieder geben – aber ich kann jederzeit über irgend etwas reden, was mir wichtig ist – über meine Erlebnisse und Erkenntnisse.
Dazu passt auch meine rechte Ausrichtung bei meiner bewussten Sonne/Erde – da geht es nicht um auswendig lernen – sondern um aufnehmen von Dingen – die dann wegen meines mehrfach definierten Tores 24 reflektiert werden muss.
Und die rechte Ausrichtung meiner bewussten Mondknoten – wo es nicht um Visualisierung geht – sondern um das Spüren und Fühlen – ich muss „es spüren“ – mein Herz muss dafür brennen, was ich tue – dann kann ich es auch weiter geben - und raus lassen – und ausdrücken – so, dass es die TeilnehmerInnen meiner Seminare auch annehmen können, was ich ihnen weiter gebe.
Es ist so einfach – wenn frau weiß, wie sie veranlagt ist – aber natürlich gab es da auch die Konditionierungen – aber das echt große Aha-Erlebnis meines Lebens waren eben genau die Punkte, die mich davon abgehalten hatten, mich so aus zu drücken, wie ich es mittlerweile mache.
Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay